Myanmar Projekt

Myanmar 

Am 22. September beginnen wir mit den Vorschulkindern unser Projekt zum Thema Myanmar. Wir bekommen Besuch von Stefan, einem kleinen Bären, der gerade einen Kindergarten in Myanmar besucht hat und allerlei zu erzählen und zum Zeigen in seinem großen Koffer mitgebracht hat.

Im Übrigen hat Stefan eine Postkarte aus Myanmar gesendet, die allerdings so lange unterwegs war, dass sie erst kurz vor dem kleine Bären selbst hier bei unseren Kindern angekommen ist.

Kein Wunder, der Kindergarten in Myanmar ist etwa 8000 Kilometer von unserem entfernt. Um uns das zu zeigen hat der Weitgereiste in seinem Koffer einen Globus mitgebracht. Wir betrachten die Lage von Deutschland auf dem Globus und finden das ferne Land.

Stefan zaubert das Bild einer Fahne und schöne Schriftzeichen aus seinem Koffer – die Kinder vergleichen die Farben der deutschen Flagge und der Flagge aus Myanmar, die auch noch einen Stern in der Mitte hat. Die Schriftzeichen bedeuten Myanmar, sie sehen ganz anders aus als unsere Buchstaben.

      

Auf der Postkarte ist der Kindergarten in Myanmar abgebildet. Die Kinder überlegen, wie sich das Haus von unserem Kindergarten unterscheidet. Stefan hat noch mehr Fotos dabei von den Kindern, wie sie im Kindergarten lernen. Sie bemerken schnell, dass es dort sehr heiß sein muss.

Wir lernen unser erstes birmanisches Wort – es heißt „Guten Tag“. Wir begrüßen uns gegenseitig mit 

Stefan verabschiedet sich, er muss mit seinem großen Koffer zum Flughafen, um den Kindern in Myanmar zu erzählen, was er erlebt hat.
Zwei Wochen später ist Stefan wieder zu Gast bei uns. Er hat auf seiner Reise nach Myanmar und zurück fast 16 000 km hinter sich gebracht.

Den Globus hat er wieder dabei und wir finden diesmal schon viel schneller, wo Myanmar und Deutschland auf dem Modell unserer Erde liegen.

Sein Gepäck birgt wieder spannende Überraschungen aus dem fernen Kontinent.

Zuerst überlegen wir, wie viele Stunden früher die Sonne bei den Kindern in Myanmar aufgegangen ist. Wir stellen fest, dass wir zu dieser Zeit noch fest geschlafen haben und dass für die Kinder in Myanmar jetzt wo bei uns gerade noch Vormittag ist, schon das Wochenende begonnen hat.

 

 

 

 

Stefan hat wieder eine Postkarte dabei und schreibt, dass in Myanmar jetzt gerade um die 30 Grad sind.

Wir messen die Außentemperatur bei uns und stellen fest, dass mit 8 Grad bei uns tatsächlich der Herbst eingezogen ist.

Wir überlegen gemeinsam, was wir im Herbst alles ernten, warum wir am heutigen Tag unser Erntedankfest feiern und was diese Jahreszeit für uns bedeutet. Er gibt uns die Aufgabe, in den nächsten Tagen jeden Tag einzutragen, wie hoch die Temperatur am Morgen bei uns ist, damit er den Kindern in Myanmar davon berichten kann.

Heute hat Stefan einen merkwürdigen Rock an, es ist ein Longyi – eine Art Wickelrock, der in Myanmar ein traditionelles Kleidungsstück darstellt. Männer und Frauen tragen ihn und Stefan hat uns einige Modelle zum Anprobieren mitgebracht.

Wir stellen fest, dass die Menschen sich in anderen Ländern ganz anders kleiden als wir. Ganz anders ist oft auch das Essen, das kennen wir schon vom Urlaub.

Stefan hat uns ein paar Dinge mitgebracht, die man in Myanmar oft ist. Reis, Linsen, Bohnen und Gewürze. Wir dürfen sie anfangs gar nicht sehen, sondern schütteln sie in den Dosen und versuchen zu erraten, was darin so klackert. Wir denken immer sofort an Steine, aber Steine kann man ja nicht essen. Es stellt sich schließlich heraus, was sich in den Dosen befindet, nun dürfen wir auch anfassen und riechen. Curry und Kreuzkümmel kennen wir schon.

Bevor Stefan seine weite Reise wieder antritt, hat er noch ein neues birmanisches Wort für uns dabei: diesmal das heißt „Auf Wiedersehen“ – passt ja, auf Wiedersehen Stefan, bis zum nächsten Mal.

Noch kurz beim Koffer packen helfen, das Spiel kennen wir alle. „ich packe meinen Koffer und nehme mit….ein Kleid, ein Buch, eine Zahnbürste, Malstifte, einen Rock, eine Actionfigur, Socken und noch vieles mehr…..

Am 27. Oktober ist Stefan noch nicht wieder aus Myanmar zurück und wir nutzen die Zeit, um das bisher Erfahrene zu wiederholen und mit der Gestaltung der Wandzeitung zu beginnen.

Wir üben die gelernten birmanischen Begrüßungs- und Verabschiedungsworte: und  .

Dann erinnern wir uns gemeinsam, was Stefan uns bisher über Myanmar erzählt hat und vergleichen:

  • Die Gebäude und Räume der Kitas bei uns und in Myanmar
  • Die Temperaturen hier im Herbst und in Myanmar
  • Den speziellen Sonnenschutz, den die Kinder in Myanmar auftragen
  • Die verschiedenen Eßgewohnheiten
  • Vergleich und Malen der Flaggen von Myanmar und Deutschland

Wir überlegen gemeinsam, was wir Stefan mitgeben, wenn er uns das nächste Mal besuchen kommt. Die Temperatur haben wir regelmäßig gemessen und erinnert, dass es in Myanmar jetzt sommerlich warm ist. Um einen Herbstgruß in die Partnerkita zu schicken stellen wir im Wald gesammelte Eicheln, Kastanien, Herbstblätter und Walnüsse zusammen.

Am Schluss widmen wir uns noch der Frage, warum Stefan nicht jedes Mal da sein kann. Diesmal fanden wir Erklärungen wie starke Herbststürme, dass die Flugzeuge nicht immer starten können. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch unseres haarigen Botschafters.

Wir lassen die Hände arbeiten und üben das Zählen bis drei in der Sprache des Partnerlandes. Stefan kann wegen schwerer Herbststürme nicht selbst zu Besuch sein und wir sprechen über das Thema „Glück“. Was bedeutet Glück für uns.

  • Wenn man gesund ist.
  • Wenn es eine große Portion Pommes gibt.
  • Wenn gerade nochmal etwas gut gegangen ist.
  • Wenn ich das Geschenk bekomme, was ich mir schon immer gewünscht habe….

Für Glück gibt es in unserer Kultur verschiedene Symbole. Die Kinder tauschen sich zunächst über den Begriff „Symbol“ aus und wissen, dass es im Straßenverkehr unterschiedliche davon gibt. Schließlich finden wir verschiedene Beispiele für solche, die bei uns für Glück stehen. Die Kinder kennen den Glücksklee, das Glücksschwein, den Glückskäfer, den Schorsteinfeger, das Hufeinsen, den Glückspilz.

Stefan schreibt uns in seiner Postkarte, dass in Myanmar die Eule als besonderer Glücksbringer gilt. Besucht man als Tourist Myanmar kann man dort Glück „kaufen“ wenn man eine Eule fliegen lässt. In Deutschland spricht man oft davon, dass man den Schornsteinfeger berühren soll, hat man das seltene Glück einem zu begegnen. So stellen wir fest, dass in unterschiedlichen Länder verschiedene Bräuche zum Thema „Glück“ gepflegt werden.

Da es Glücksbringer Symbole überall gibt, möchten wir Stefan einen ganz besonderen basteln: einen der deutsche und birmanische Glückssymbole verbindet. Dazu bekleben wir leere Streichholzschachteln wahlweise mit Eulen oder abendländischen Glücksdarstellungen und wenn man die kleine Schachtel öffnet kommt das jeweils andere Symbol zum Vorschein. Eifrig haben unsere Kinder gemalt, geschnitten und geklebt – viele kleine Kunstwerke sind in kurzer Zeit entstanden und zusätzlich haben wir noch bis drei gezählt und zwar auf Birmanisch!

Übergabe Förderscheck der PSD Bank am 15. Dezember 2017

Am 15. Dezember nahmen im Festsaal des Saarbrücker Rathauses Tanja Flörchinger, Gesamtleitung und Stefan Seel, 1. Vorstandsvorsitzender den symbolischen Scheck über € 1200 seitens der Stiftung liebenswert der PSD Bank entgegen. Unsere Einrichtung hatte sich zur kreativen Gestaltung der Außenanlagen um Fördermittel beworben. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und die Vertreter der PSD Bank und Stiftung lobten die zahlreichen Projekte, die an diesem Nachmittag unterstützt wurden. Wir bedanken uns für diesen Zuschuss und freuen uns auf die kommende Gartensaison.

 

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